In Lissabons lauen Nächten möchte man als Nicht-Südländer beim Essen am liebsten draußen sitzen. Nur: Die typisch portugiesischen Restaurants, die keine Touristenfallen sind, haben oft keine Terrasse.

Anders das Adamastor. Das hat die niedlichste Terrasse der ganzen Stadt. Man findet es so: Vom Largo de Camoes die Rua do Loreto hochlaufen und aufmerksam in die Seitenstraßen links schauen. Dann entdeckt man diesen schmalen Eckladen:

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Die Küche serviert klassisch portugiesische Gerichte. Schnecken als Appetizer, Steaks mit Spiegelei, Bacalhau, gegrillten Fisch mit Kartoffeln und Salat, Huhn mit Pommes und Reis, Tintenfischreis. Gut und zu guten Preisen. Der Bacalhau war einmal recht versalzen, aber mit ausreichend Vinho verde ließ sich darüber hinwegtrösten. Zwei Hauptgerichte, Wein und Wasser: Um die 20 Euro.

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Wenn das Wetter nicht zum draußen sitzen verführt: Unbedingt das Casa da India unweit des Adamastor auf der Rua do Loreto ausprobieren. Nicht vom Namen täuschen lassen. Abgesehen von zwei, drei Currys auf der Karte ist hier nichts indisch. Schon durchs Schaufenster sieht man die Hendl und Steaks, Sardinen und Schwertfische auf dem Grill brutzeln.

casa2Die Spezialität des Casas ist das Frango, Huhn, und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Meine Gastrosnob-Begleitung ließ sich zu der Bemerkung hinreißen, es sei das beste, das er je gegessen hätte. Diese Räucheraromen, dieser Fleischsaft! Mit Reis und Pommes dazu für 8 Euro. Tut mir leid, liebes Wiesnhendl. Ich habe einen neuen Liebling.

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